Musikalischer Blumenstrauß

 
BENEFIZKONZERT Erlös eines Konzerts in der Laurentiuskirche geht an Hospiz Arche Noah



Max Pfreimer (von links), Johannes Meiser, Lioba Schmukat, Rosalie Meiser und Dominik Schmukat präsentierten in der Laurentiuskirche Lieder über das Leben.

 

Der Funke der Begeisterung sprang sogleich auf die an die 100 Besucher des Benefizkonzertes für das Hospiz Arche Noah in der Laurentiuskirche am Samstagabend über. Gleich beim ersten Lied klatschten sie im Takt mit. Fröhliche irische und schottische Folksongs, aber auch Rock-und Pop-Cover sowie selbst Komponiertes mit Akustik Gitarre, Flöte, Klavier, Akkordeon und Gesang wurden von der musikalischen Familie von Maria Schmukat, Palliativcarefachkraft im Hospiz Arche Noah, präsentiert. Die 52-jährige Mutter von sechs Kindern, wovon vier und zwei ihrer Schwiegersöhne, einer davon in spe, an diesem Abend auf der Bühne standen, führte durch das Programm. Zwischendurch las sie unterhaltsame Texte zum Nachdenken über das Leben, die Liebe und das Glück. „Ein musikalischer Blumenstrauß im Frühling“ war der Titel des bunt gemischten zweistündigen Programms, das die Musiker, die auf ihre Gage verzichteten, in unterschiedlichen Konstellationen darboten.

Max Pfreimer (Schlagzeug, Gitarre und Gesang) und Johannes Meiser (Gitarre und Gesang) trugen souverän durch den Abend. Sie sind auch professionell als Duo Jo & Max in ganz Deutschland und sogar in der Schweiz unterwegs. Ihre besseren Hälften Lioba Schmukat und Rosalie Meiser unterstützten mit Flöte und Gesang. Dominik Schmukat begleitete am E-Klavier und spielte Akkordeon. Laurentius Schmukat war gerade von einer Weltreise zurückgekehrt und berührte mit dem Lied „Der Wanderer“.

Am Ende des Abends war die Vase vor der Bühne, die Maria Schmukat mit jedem Song mit einer Blume bestückte, prall gefüllt. Zum Abschied sangen alle Musiker „Nehmt Abschied Brüder“ zusammen mit den Gästen, die sich erhoben hatten.

An diesem Abend stand das Leben im Mittelpunkt, aber jedes menschliche Leben ist endlich. Im Hospiz Arche Noah werden Schwerstkranke in ihren letzten Tagen und Wochen stationär begleitet. Pfarrer Christoph Wildfang, der die Kirche gerne für die Benefizveranstaltung zugunsten des Hospizes zur Verfügung stellte, zündete für die derzeitigen Gäste dort in Niederreifenberg eine Kerze an und betete für sie. Heidelore Wehner, Assistentin des Vorstandsvorsitzenden der Hospizgemeinschaft Herbert Gerlowski, der leider verhindert war, hatte einen Informationsstand aufgebaut und beantwortete Fragen. „Das ist hammersuper“, freute sich Wehner über die Spendensumme, die sich am Ende des Abends in der Holzarche befand: 890 Euro. Da der Aufenthalt für die Hospizgäste ohne Kosten verbunden bleiben soll, muss das Hospiz monatlich vier bis sechstausend Euro aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanzieren, da die Kranken- und Pflegekassen nur 95% der anfallenden Kosten übernehmen.

 

 

Den Original-Artikel finden Sie unter:
http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/schmitten/musikalischer-blumenstrauss_17857535.htm



Quelle: www.usinger-anzeiger.de, Text: (bks), Foto: Schweitzer