Weihnachtsfeier des ambulanten Hospizdienstes

Weihnachtsfeier des ambulanten Hospizdienstes am 4.12.2012 in Königstein

Liebe ehrenamtliche Helfer- und Helferinnen, liebe Frau Finger, liebe Frau Flesch !

Wieder ist ein Jahr im Sauseschritt vergangen und wir feiern bald mit dem
Weihnachtsfest, das Fest der Liebe und des Friedens. So jedenfalls  lautet die
Frohe Botschaft, die einst von Bethlehem ausging.

Leider will sich heute diese Stimmung nur schwerlich einstellen, wenn man an
den immerwährenden Konflikt zwischen Israel und Palästina denkt, an die
Auseinandersetzungen in Kairo mit dem islamistischen Präsidenten, mit den
Unruhen in Mali, mit den Talibans in Afghanistan, an das Abschlachten der
Menschen zwischen Tutsis und Hutus.  Es könnte zum Verzweifeln sein.
Aufgrund unserer  Geschichte haben wir erfahren, wie leidvoll kriegerische
Auseinandersetzungen sein können und wie  verderblich Ideologien mit ihrer
fanatischen Botschaft sind!

Und so wollen wir wenigstens in Europa und in Deutschland versuchen, den
Frieden zu  finden und  zu erhalten. Auch das ist aufgrund der Finanzsituation
nicht leicht,  aber wesentlich besser als Mord- und Totschlag.
Lassen wir daher mal alles abfallen und konzentrieren uns in aller Stille auf das
Fest der Liebe und des Friedens.

Sie haben als ambulante Hospizhelfer und Helferinnen eine ehrenvolle
Aufgabe uneigennützig übernommen. Sie begleiten ambulant und
stationär Schwerstkranke auf ihrem letzten Weg, damit diese angstfrei und in
Würde hinüber gehen können. Dies tun Sie unabhängig  von Alter, Religion,
Nationalität oder Konfession. Sie handeln aus dem ethischen Verständnis
heraus, dass jeder Mensch ein Recht auf Respekt und Achtung seiner
Würde hat. Dabei  unterstützen Sie Angehörige und Freunde der Kranken bei
der Vorbereitung auf  den Abschied.

Mit Ihrer uneigennützigen Haltung geben Sie ein Beispiel für die Liebe
und  den Frieden, wie wir  es uns überall in der Welt wünschen.
Wenn alle diese Einstellung, wie Sie hätten, dann hätten wir diese Konflikte und
diesen zerstörerischen Fanatismus nicht. Wir könnten miteinander in Frieden
Im gegenseitigen Respekt vor der Meinung des anderen leben. Dies ist mit das
Höchste im Zusammenleben der Menschen, was wir erreichen können.
Daher möchte ich Ihnen heute im Namen des Vorstandes von ganzem Herzen
für Ihren Einsatz danken und darum bitten, dass Sie in Ihrem Engagement nicht
nachlassen, denn die Welt braucht Leute wie Sie, die sich ehrenamtlich
einbringen. Ihr Beispiel hat auch einen Multiplikatoreffekt, der gesehen wird
und sich hoffentlich auch auf andere überträgt.

Außerdem möchte ich ganz herzlich der Koordinatorin Frau Finger danken, die
mit viel Liebe die Weihnachtsfeier zu einem wirklichen Erlebnis gestaltet hat,
nicht zuletzt durch die überraschende Idee mit dem netten Geschenk und
dem Leitspruch, der uns alle ins Gespräch gebracht hat.
Auch Frau Flesch, die nunmehr die Geschicke des stationären Hospizes seit
2 ½ Jahren leitet, sei herzlichen Dank für Ihre Arbeit gesagt. Ich glaube wir
können bei soviel Engagement aller, die hier sitzen, zuversichtlich in die Zukunft
schauen.


Ihnen allen und Ihren Familien wünsche ich ein gesegnetes
Weihnachtsfest und ein friedvolles, gesundes Neues Jahr 2013!


Ihr Wolfgang Hülsen
Schriftführer und Vorstandsmitglied