Freude im Hospiz: Die Lions waren da

Niederreifenberg.

Das Hospiz Arche Noah ist um ein dringend benötigtes Hilfsmittel zur Pflege und Betreuung seiner Bewohner reicher. Die Anschaffung einer Stuhlwaage ermöglichte eine Spende des Lions-Clubs Hochtaunus.

Joachim Storck, amtierender Präsident des Clubs, besuchte am Mittwoch das Hospiz und nahm sich viel Zeit, die Einrichtung kennen zu lernen. Diakon Herbert Gerlowski, Vorsitzender des Hospizvereins, und Heimleiterin Cornelia Ott blieben keine Antwort schuldig und waren ihrerseits an der Arbeit der Lions interessiert.

Die Stuhlwaage werde gebraucht, da kranke und schwache Bewohner zum einen nicht mehr in der Lage seien, sich auf eine normale Personenwaage zu stellen, zum anderen sei es sehr aufwendig, die ebenfalls vorhandene Bettwaage einzusetzen, erläuterte Cornelia Ott.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Lions-Club Hochtaunus im Niederreifenberger Hospiz engagiert. Die Arche Noah sei inzwischen in den festen Kreis der förderungswürdigen Einrichtungen im Wirkungskreis der Lions aufgestiegen, betonte Storck und erläuterte die Prinzipien, die der Auswahl zu Grunde liegen. So sei es ein Anliegen des Clubs, vor allem regionale Projekte zu unterstützen. Das Engagement solle aber kein Ersatz für staatliche Verpflichtungen sein. Bei der Unterstützung setze man neben Spenden aus eigenen Aktivitäten auch auf indirektes Sponsoring. Dabei nutzten die Mitglieder ihre Kontakte zu Dritten, zu Firmen beispielsweise, die bei Sachspenden mitwirken könnten. Für die gestiftete Stuhlwaage haben die Lions 1500 Euro aufgebracht.

Gerlowski und Ott gaben dem Gast auch Einblicke in die Organisation und Verwaltung des Hauses. Arbeitsintensiv sei beispielsweise, dass ein Aufenthalt im Heim alle vier Wochen erneuert werden müsse. «Glücklicherweise kommt es vor, dass sich Todkranke in der Arche Noah erholen», sagte Ott. Aber auch der kürzeste Aufenthalt, einmal seien es nur drei Stunden gewesen, sei für die Betroffenen wertvolle Zeit gewesen. Derzeit sei das Haus zu 75 Prozent ausgelastet. Es müsse noch bekannter werden, nannte Gerlowski als Ziel.



Quelle: Taunus-Zeitung vom 10.02.2006, Frank Saltenberger