Große Freude in der Arche Noah

880 Euro für die Hospizarbeit

Niederreifenberg.

«Das Glas ist alt, das Glas ist rein; Kristall’ner Schliff, so klar; zerbrach doch nicht in schwerer Zeit; weil es in guten Händen war.» Diese Gedichtzeile von Uschi Flacke ist in einer Broschüre festgehalten, die eine Abordnung der Kolpingfamilien Neu-Anspach dem Vorsitzenden des Hospizvereins, Herbert Gerlowski, und der neuen Leiterin der Einrichtung, Cornelia Ott, am Dienstag übergab. Das Heft hält die Benefizveranstaltung «Wegbegleiter» vom November des vergangenen Jahres fest, die von der Kolpingfamilie zu Gunsten der «Arche Noah» veranstaltet wurde. Aber die Broschüre war nicht das einzige Mitbringsel. Hauptgrund für den Besuch war die Übergabe von 880 Euro, die durch das Wirken der Künstler zusammengekommen waren, und darüber freuten sich die Verantwortlichen des Hauses sehr. Mit der Spende sollen Geräte für die Pflege und für therapeutische Maßnahmen finanziert werden, gab Ott Auskunft zur geplanten Verwendung des Betrages.

Die Kolpingfamilie hatte zum ersten Mal für das Hospiz gesammelt, deshalb war Margit Rudolph mit der Spendenbereitschaft besonders zufrieden. «Die Spendenbereitschaft ist größer, wenn der Empfänger eine Einrichtung ist, mit der man sich identifizieren kann», sagte sie zur Entscheidung der Kolpingfamilie, eine Einrichtung aus der Region zu unterstützen.

Die Besucher aus der Kleeblattgemeinde, zu der auch Pfarrer Paul Lawatsch, Richard Neumann und Josefa Gräfin von Merveldt gehörten, nahm die Gelegenheit wahr, sich über den Alltag in der Einrichtung zu informieren. So erfuhren sie, dass im Hospiz zur Zeit sechs Bewohner versorgt werden. An der Arbeit beteiligten sich viele ehernamtliche Helfer, sei es in der Pflege oder bei der hauswirtschaftlichen Arbeit. Ein Rundgang durch das Haus schloss den Besuch in der «Arche Noah» ab.




Quelle: Taunus-Zeitung vom 13.01.2005, (Frank Saltenberger)