Rundum Sonnenschutz für Hospiz Arche Noah

Niederreifenberg

Mit einer Handwerker-Dienstleistung und Material im Wert von 3500 Euro beschenkte die Firma Müller & Co in ihrem 100. Jubiläumsjahr das stationäre Hospiz für Sterbehilfe in Niederreifenberg. So viel kosteten in etwa die Jalousien, die die Fensterfirma kürzlich im Wintergarten des von Gemeinde gemieteten Hauses anbrachte.
Bernd und Jürgen Müller von der weltweit operierenden Fensterbaufirma aus Brombach verbanden ihren Spendenbeitrag mit einem Antrittsbesuch in der Arche Noah. Und da Pflegedienstleiterin Cornelia Ott die Müller-Brüder schon aus der Kirchengemeinde in Brombach kannte, wurde es ein sehr freundschaftliches Wiedersehen. Walburga Bös, die Hauswirtschaftsleiterin, hatte einen leckeren Kuchen gebacken und mit Barbara Schmidt saßen die stellvertretende Leiterin und Hospiz-Vorstand Herbst Gerlowski mit den spendablen Gästen am Kaffeetisch. Später gesellten sich noch Krankenschwester Heike Hoheisel und der aus Kolumbien gebürtige Krankenpfleger Guillermo Camargo hinzu, die an diesem Tag die noch im Haus wohnenden sieben Patienten betreuten.
"In unserem Haus erleben wir täglich Emotionen, die zwischen Freude und Schmerz schwanken", berichtet Cornelia Ott, die vor einem Jahr nach der Betriebswirtin Barbara Schmidt die Leitung im Hospiz übernahm. Bärbel Schmidt, die als Krankenschwester ausgebildet wurde, verstärkt seit April die Hospizleitung. Beide Frauen gewinnen durch ihr fröhliches Naturell bei den Bewohnern und deren Angehörigen schnell an Vertrauen, das für die Verwaltung eines so sensiblen Hauses nur vor Vorteil ist.
Seit drei Wochen absolviert auch Annika Gorißen in der Arche Noah ein Praktikum, das ihr den Einstieg in den Beruf der Altenpflegerin erleichtern soll. Einige Erfahrungen konnte die junge Frau schon in der Stadtresidenz in Oberursel sammeln. Neben einem Dutzend angestellten Mitarbeitern sorgen ehrenamtlich Tätige dafür, dass sich die Bewohner in den acht Einzelzimmern der "Raststätte für den letzten Weg" geborgen fühlen.

Quelle: Usinger Anzeiger vom 09.11.2005, (jop)