Hospiz freut sich über neue Jalousien

Niederreifenberg

Und wieder eine Geld- und Sachspende für das Hospiz «Arche Noah»: 3500 Euro sind es diesmal, die die Geschäftsführer der Firma Fenster-Müller aus Brombach, Jürgen und Bernd Müller, am Dienstag übergeben haben. 2000 Euro wurden bereits im Jahr 2004 gesammelt, als die Firma statt eine große Weihnachtsfeier zu veranstalten lieber für die Stiftung «Wir helfen» – die TZ berichtete über die große Gala am Wochenende in der Usinger Stadthalle – und eben für das Hospiz Geld spendete. Der zweite Teil kam aus einem Preisnachlass in Höhe von 1500 Euro auf den Einbau von Jalousien im Wintergarten des Hauses zu Stande.

Der Wintergarten wird sowohl von den Heimbewohnern als auch vom Personal genutzt, die dort ihre gemeinsamen Mahlzeiten einnehmen, erklärte Hospiz-Leiterin Cornelia Ott. Mit ihr freute sich bei der symbolischen Scheckübernahme auch ihre Stellvertreterin Bärbel Schmidt, die seit April dieses Jahres mit dabei ist, Diakon Herbert Gerlowski und stellvertretend für das Personal Heike Hoheisel und der aus Kolumbien stammende Krankenpfleger Guillermo Camargo.

Das Hospiz sei derzeit mit sieben von acht zur Verfügung stehenden Plätzen gut belegt, berichtete Cornelia Ott, «die Patienten kommen zumeist aus Frankfurt, Oberursel, Bad Homburg und dem übrigen Vordertaunus.» Die Verweilzeit habe sie unlängst einmal durchgerechnet, sie betrage im Durchschnitt vier Wochen.

Das Geld, welches das Hospiz als Spenden erhält, werde unter anderem in die Weiterbildung der Mitarbeiter investiert. So sei für Anfang 2006 an zwei Samstagen eine Fortbildung zum Thema «basale Stimulation» vorgesehen. Dabei lernen die Mitarbeiter, Patienten über Gerüche, Tasterlebnisse und Geräusche an Ereignisse aus ihrem gesunden Leben zu erinnern und so zu stimulieren. Für die Firma Fenster-Müller ist die Spende eine gute Gelegenheit, Dienst am Nächsten in der Nähe des Firmenstammsitzes zu leisten. Geliefert wurde zwar auch schon nach Alaska, und demnächst stehe Schanghai für den Monteur auf dem Flugplan, die Hauptkundschaft, so die Brüder Bernd und Jürgen Müller, befinde sich indes im
Rhein-Main-Gebiet.

Quelle: Taunus-Zeitung vom 09.11.2005, (sgb)