Geld gespendet, damit Emma helfen kann

Erst gab es Streicheleinheiten, dann erfuhren die Mädchen viel über die Therapiehunde, und dann sangen sie für einen Bewohner: Zu sehen auf Facebook unter „Emma –/ Heldin auf vier Pfoten“.

Emma lag auf ihrer Decke und genoss die Sonne, die durch die Scheiben des Wintergartens ihr Fell aufheizte. Neben ihr, ebenso entspannt, Sissi, ihr Azubi. Emma ist ein Therapie-Hund und begleitet Hospizbewohner in ihren schweren Stunden. „Die Anwesenheit des Hundes lässt die Menschen ruhig werden“, erklärt Ivana Seger, die mit Emma schon seit siebeneinhalb Jahren in die Arche Noah kommt. Das heißt aber auch, dass Emma auch nicht mehr die allerjüngste ist und – so ist es angedacht – mit zehn Jahren „in die Rente“ gehen darf.

Deshalb hat Seger schon damit begonnen, eine Nachfolgerin aufzubauen: Sissi. „Sie geht zunächst mit, um sich an das Umfeld zu gewöhnen, hat aber auch schon wichtige Lektionen gelernt, beispielsweise, nichts vom Boden zu fressen. Denn: „Es können auch mal Tabletten runterfallen und auf dem Boden liegen, und das könnte für den Hund gefährlich sein.“ Sissi ist, wie Emma, eine Labradorhündin.

Wie das funktioniert, demonstrierten die beiden auch vor Publikum. Denn nicht nur Emma, Sissi und Ivana Seger hatten einen Termin im Hospiz, sondern darüber hinaus wurde eine Delegation des Gesangvereins Eintracht 1852 Würges erwartet. Die bestand aus einem halben Dutzend Mädchen des Kinderchores nebst Begleiterinnen.

Bevor Seger den Besuchern über die Arbeit mit Therapiehunden berichten konnte, war erst einmal Streicheln angesagt, dann, wie gesagt, es gab kleine Vorführungen. So bekamen die beiden Hunde Leckerlis auf den Boden oder auf die Pfoten gelegt, und dann schauten sie das Frauchen erwartungsvoll an. Erst, als die den Tieren Zeichen gab, verspeisten sie das Leckerli, eine gekochte Mohrrübenscheibe.

Es gab aber auch einen Grund für das Treffen im Hospiz: Der Gesangverein singt nämlich jährlich für einen caritativen Zweck. Bei der Frage, wer diesmal den Erlös des Adventskonzerts bekommen sollte, fiel die Wahl auf den Hund und sein Frauchen, denn, wie Heike Donat vom Vorstand des Vereins gestand, ist sie selbst eine Hunde-Närrin und hat dies vorgeschlagen. Rein spendentechnisch, fließt das Geld, 550 Euro, an das Hospiz, das es zweckgebunden für das Therapiehund-Team einsetzt. Das kommt regelmäßig in die Einrichtung und immer, wenn Bedarf besteht. „Und woran erkennt man, dass Emma im Dienst ist?“, fragte Seger die Kinder aus Würges. Die rätselten und überlegten, aber jetzt wissen sie es: am Halstuch! Das trägt die Hündin nur zur Arbeit und darauf steht: „Emma hilft!“

 

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http://www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/usinger-land/Geld-gespendet-damit-Emma-helfen-kann;art48706,1878081



Quelle: www.taunus-zeitung.de, Text: (fms), Foto: Frank Saltenberger