Arien für die Arche Noah Benefiz-Konzert für Hospiz


Ernst-Georg Heß (v. li.), Herbert Gerlowski und Hannelore Wehner hoffen, dass das geplante Benefizkonzert einen weitreichenden Effekt für die Hospizgemeinschaft hat.

Manchmal ist es nur ein einziger Gedanke, der einen Funken auslösen kann und den Auftakt zu etwas ganz Großem bildet. Im Fall von Baß-Bariton Ernst-Georg Heß kamen zwei Komponenten ins Spiel: Zum einen seine Passion für den Gesang und zum anderen seine Bewunderung für die Arbeit, die die Hospizgemeinschaft Arche Noah seit ihrer Gründung im Jahre 1999 leistet. „Ich habe die Arbeit von Arche Noah von Anfang an begleitet und mir liegt etwas an dem Gedanken. Ich finde es einfach toll, was da geleistet wird“, sagt der Königsteiner, der damit sowohl das stationäre Hospiz in Niederreifenberg als auch den ambulanten Hospizdienst meint, der in Königstein angesiedelt ist.

Heß, der selbst 75 Jahre alt ist, erfreut sich des Lebens und guter Gesundheit, will aber selbst einen Beitrag dazu leisten, dass andere auch weiterhin die ehrenamtliche Hilfe der Arche Noah in Anspruch nehmen können. Daher will er helfen, mit dem, was er am besten kann, und was naheliegend ist: der Gesang. So wird Heß, der eine Gesangsausbildung bei der Wiener Opernsängerin Elfriede Ameri genossen hat, am Samstag, 14. Mai, um 19 Uhr ein Benefizkonzert für die Hospizgemeinschaft in der Aula der St. Angela-Schule in der Gerichtstraße 19 geben.

„Meine Hoffnung ist nicht nur, dass an dem Abend einiges zusammenkommt, sondern dass dadurch auch ein darüber hinausgehender Effekt ausgelöst wird“, blickt Heß in die Zukunft. Das Konzert ist übrigens eintrittsfrei. Jedem sei es laut Diakon Herbert Gerlowski, Gründer der Hospizgemeinschaft, selbst überlassen, was er geben möchte. Benötigt wird – so viel steht fest – schon mal eine ganze Menge, um die laufenden Kosten zu decken. Monatlich sind das allein zwischen 6.000 bis 8.000 Euro, die allein aus den Beiträgen der 238 Mitglieder nicht finanziert werden können. Da sei man auf Spenden von außerhalb angewiesen, erklärt Hannelore Wehner, denn die Pflegekasse decke zwar einen Großteil der Kosten für eines der acht Hospizbetten, fünf Prozent blieben allerdings beim Träger selbst hängen und das sei kein geringer Betrag. Außerdem müsste ständig in die Fortbildung der Mitarbeiter investiert werden, um höchste Anforderungen an das Qualitätsmanagement zu gewährleisten. Allein eine Fortbildung in der Palliativ-Care schlage mit zirka 3.600 Euro zu Buche.

Über die Jahre hat sich das Hospiz breiter aufgestellt und zum 2002 eröffneten stationären Hospiz ist der ambulante Hospizdienst dazu gekommen, deren 19 ehrenamtliche Helfer in Königstein und Glashütten Einsätze haben. Laut Wehner habe man mittlerweile auch eine gut funktionierende Sprechstunde im Haus Raphael eingerichtet und sei im Begriff dies auch in der Kursana Seniorenresidenz einzurichten.

Doch zurück zum geplanten Konzert: Dieses kommt mal beschwingt und mal nachdenklich daher, auf jeden Fall immer hochkarätig, dank des Interpreten, der sich im ersten Block vor der Pause unter anderem Arien aus Mozarts Zauberflöte oder aber aus „Die Hochzeit des Figaro“ widmen wird. Ein wenig Einführung bedarf dann bestimmt die Interpretation von Varlaams Lied von Mussorgsky auf Russisch. Während der Pause besteht Gelegenheit zum Austausch bei Sekt und Knabbereien, bevor es dann weiter geht im Takt, diesmal mit den Meistern Rossini, Verdi und Bizet.

Begleitet wird Ernst-Georg Heß dabei von Hanno Lotz am Klavier. Lotz ist seines Zeichens ausgebildeter Pianist und Musikschullehrer sowie Korrepetitor des Bach-Chores in Bad Homburg. „Ich kann mich auf ihn verlassen“, sagt Heß über die jahrelange gute Zusammenarbeit. Schließlich stehe und falle ein solches Konzert nicht nur mit den Tönen, die produziert würden, sondern auch mit den Gefühlen, die hierdurch hervorgerufen werden.

„Früher war ich traurig, dass ich kein Tenor bin, aber heute weiß ich, dass die anderen Stimmlagen die viel interessanteren Figuren singen dürfen“, weiß Lotz, der sich zum Konzert bestimmt wieder über jede Menge Stammpublikum freuen darf und natürlich darauf hofft, auch neue Zuhörer für seinen Gesang und nicht zuletzt für die Arbeit der Hospizgemeinschaft zu interessieren.

 
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Quelle: www.taunus-nachrichten.de, Text: (el), Foto: Schemuth