Angetreten, um zu helfen


Für vergleichsweise leichte Arbeit sind sich die hoch qualifizierten Kräfte von Fresenius überhaupt nicht zu schade, ganz im Gegenteil, sie packen kräftig an.


SOCIAL DAY Fresenius Kabi-Mitarbeiter helfen zwei Tage im Hospiz Arche Noah

Zum zweiten Mal durfte sich das Hospiz Arche Noah über engagierte Mitarbeiter im Rahmen eines „Social Days“ freuen. Diese kamen diesmal vom Unternehmen Fresenius Kabi, und sie sorgten für einen neuen Fußboden im Wintergarten, in der Küche und allerlei mehr. Normalerweise ist der „Raum der Stille“ den Gästen, ihren Besuchern und Angehörigen vorbehalten, doch im Zuge des Social Days musste der Raum als Lagerhalle herhalten. Was in der Küche und im Wintergarten untergebracht war, stand hier eng beisammen, flankiert vom Geräusch der laufenden Kaffeemaschine, eiligst herbeigebrachtem Kuchen und Salaten. „Wer fleißige Handwerker im Haus hat, möchte sie ja entsprechend bewirten“, dankte Heidelohre Wehner, Geschäftsführerin der Hospizgemeinschaft in Schmitten-Niederreifenberg. Für das Hospiz kam das Angebot von Fresenius, die Material und Mitarbeiter kostenfrei zur Verfügung stellten und sogar einen Fachmann finanzierten, gerade richtig. „14 Tage vor dem Termin hat die Spülmaschine ihren Geist aufgegeben, zwei Wochen davor der Backofen. Wir waren echt am Limit“, erinnerte sich Wehner, auch, weil die Herdplatten nicht mehr richtig funktionierten.

Mit Akku-Schrauber und Handschuhen rückte freitags der erste „Fresenius-Trupp“ aus Oberursel an, der die alte Küche und den Wintergarten ausräumte und abbaute. Ab diesem Zeitpunkt übernahm Achim Rühl von der Raumausstattung Buhlmann in Schmitten die Bodenarbeiten. Der Experte schleifte und spachtelte den alten Boden und legte so die perfekte Grundlage für das neue Vinyl-Laminat. Der Montag gehörte dem zweiten „Fresenius-Trupp“ aus 10 bis 12 Mitarbeitern aus Bad Homburg, die unter Leitung von Rühl den neuen wasser- und rutschfesten Boden verlegten. Da die Arbeiten jedoch räumlich begrenzt waren, schleiften und strichen die restlichen Mitarbeiter die Hospiz-Gartenmöbel, die Laube, das Garagentor und die Außenfassade. „Jeder suchte nach Möglichkeiten, um zu helfen“, freute sich Susann Schwejda-Güttes, Projektleiterin aus Oberursel, die die Idee im November 2015 bei einer Konferenzsitzung vorgestellt hatte.

Professor Dr. Martin Westphal, Chief Medical Officer bei Fresenius Kabi, meldete sich, wie seine Kollegen, freiwillig für die Aktion. Sie wurden dafür vom Gesundheitskonzern einen Tag freigestellt. Für die Fresenius-Mitarbeiter der Standorte Oberursel und Bad Homburg war es der erste Social Day, den sie unter das Motto „Caring for life“ stellten. „Wir fördern damit unsere Teamarbeit und wissen, wir tun Gutes damit“, sagte Westphal im Namen der Ärzte und Naturwissenschaftler. Das weiß vor allem Heidelore Wehner und das gesamte Hospizteam zu schätzen, die mit einem Aufnahmestopp der Belegungsbetten sorgte, damit die Arbeiten relativ entspannt ausgeführt werden konnten. Danach stand dem Einbau der neuen Küche am Dienstag früh nichts mehr im Wege.

 
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http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/schmitten/angetreten-um-zu-helfen_17094955.htm




Quelle: www.usinger-anzeiger.de, Text: (mg), Foto: Götz