Für das Hospiz ins Zeug gelegt

Neue Küche, neuer Fußboden und noch eine neuer Anstrich für die Gartenlaube samt Mobiliar: Im Hospiz Arche Noah packten Mitarbeiter der Firma Fresenius Kabi zu Hammer, Akkuschrauber, Zange und Pinsel. 

 Fresenius Kabi war mit zwei Teams zum Social Day angetreten und renovierte im Hospiz Küche, Fußböden und Gartenlaube. Foto: Frank Saltenberger Fresenius Kabi war mit zwei Teams zum Social Day angetreten und renovierte im Hospiz Küche, Fußböden und Gartenlaube.


 
Social Days sind eine Medaille mit zwei gleichwertigen Seiten. Auf der einen Seite bringen sie die Mitarbeiter zusammen, und dabei auch solche, die nicht in den gleichen Büros oder Abteilungen arbeiten, damit sie sich bei gemeinsamer Projektarbeit besser kennenlernen und Teamarbeit in einem Bereich außerhalb der täglichen Arbeitswelt üben. Auf der anderen Seite profitiert meist eine Einrichtung von der Arbeit, denn, und das liegt auch im Namen „Social Day“, es sind soziale Projekte, für die sich die Teams ins Zeug legen. Arbeits- statt Bürokleidung war deshalb beim jüngsten Social-Day-Projekt im Hospiz Arche Noah gefragt.

Fresenius ist eines der großen Unternehmen und in vielen Sparten durch Tochterfirmen aktiv. Eine davon ist Fresenius Kabi, in Bad Homburg und Oberursel, und die Fresenius-Tochter hatte sich das Schmittener Hospiz ausgeguckt, um Gutes zu tun.

Das Haus in Niederreifenberg ist wie kein anderes vom sozialen Gedanken und dem Dienst am Menschen getragen, aber das Budget ist knapp, nicht nur für den personellen Betrieb, sondern auch bei der Unterhaltung von Gebäude und Ausstattung.

Im Inneren war der Fußboden in Küche und Wintergarten überreif für eine Sanierung, in der Küche funktionierte so manches Gerät nicht mehr. Die musste also komplett raus und der Boden auch. Das war nicht an einem Tag zu schaffen, und so rückte bereits am letzten Tag der Woche ein Team an, um die Vorarbeiten zu erledigen, ein weiteres Team setzte die Arbeit dann am Wochenanfang fort. Beide arbeiteten keineswegs planlos drauflos, sondern effektiv, schnell und leise. Dazu hatte Fresenius Kabi mit der Raumausstattung Buhlmann und Achim Rühl einen Experten im Team.

Unter seiner Leitung wurde die Küche demontiert und der alte Fußboden für den neuen Belag präpariert, und wenn Mitarbeiter frei waren, dann legten sie die Hände nicht in den Schoß, sondern nahmen sich die Gartenhütte und die Gartenmöbel vor, schliffen alte Farbe ab und pinselten neue auf.

Zur Stärkung des Teamgeistes wurden natürlich auch Pausen eingelegt, es wurde gefrühstückt und „Mittag gemacht“.

Susann Schwejda-Güttes hatte ihrer Firma das Hospiz für den Social Day vorgeschlagen und offene Türen eingerannt. Für die Mitarbeiter war der Einsatz freiwillig. Dafür wurden sie teilweise freigestellt, die Firma übernahm auch die Kosten für den Experten und das Material. Für Heidelore Wehner, Geschäftsführerin der Hospizgemeinschaft Arche Noah, war das Angebot wie ein kleiner Lottogewinn. Sie dankte den Handwerkern und der Firmenleitung für die Unterstützung und hofft nun, dass auf diese Weise auch weitergetragen wird, wie wichtig das Hospiz Arche Noah ist.


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http://www.tz-usingen.de/lokales/hochtaunus/usinger-land/Fuer-das-Hospiz-ins-Zeug-gelegt;art48706,2119379






Quelle: www.tz-usingen.de, Text und Foto: Frank Saltenberger