Lions Club Frankfurt-Paulskirche spendet 1.000 Euro für Arche Noah


Der Lions Club zu Besuch bei der Hospizgemeinschaft Arche Noah: Andreas und Dagmar Schling (v. li.), Heidelore Wehner, Hans-Georg Engelken, Herbert Gerlowski, Dr. Karsten Friedrich. 


Der Ausspruch, dass der Tod zum Leben gehört, ist eine Lebensweisheit, die wir im Alltag nur allzu gerne verdrängen. Sterben, Tod und Trauer gelten als Tabuthemen, über die in der Regel nicht offen gesprochen wird. Darüber ins Gespräch gekommen sind nun einige Mitglieder des Lions Clubs Frankfurt-Paulskirche mit Heidelore Wehner und Herbert Gerlowski von der Hospizgemeinschaft Arche Noah Hochtaunus.

Kürzlich schauten der Präsident der Lions, Hans-Georg Engelken, sowie dessen Mitglieder des Activity Ausschusses Dr. Karsten Friedrich und Andreas Schling in der Geschäftsstelle der Hospizgemeinschaft in der Herzog-Adolph-Straße vorbei, um sich über die Arbeit des Vereins zu informieren sowie eine Spende über 1.000 Euro zu überreichen.

Der Lions Club ist eine weltweite Vereinigung, die uneigennützig unterschiedliche Projekte mit sozialem oder auch kulturellem Hintergrund initiiert und fördert. „Geldeinnahmen werden nutzbringend gespendet, um eine Not zu lindern“, so Engelken. Die 35 Mitglieder des LC Frankfurt-Paulskirche unterstützen derzeit die Straßenambulanz und den Ambulanzbus für Wohnungslose der Caritas in Frankfurt. Regelmäßig bringen die Mitglieder weitere Vorschläge für Spendenaktionen ein, und jetzt konnte sich nun also die Hospizgemeinschaft über eine Spende freuen. „Wir möchten mit unserer Spende finanziell unterstützen, motivieren und unsere Anerkennung der Leistung ausdrücken“, erklärte Engelken.

Die Hospizgemeinschaft Arche Noah Hochtaunus gibt es seit 15 Jahren. Der Verein betreut und begleitet schwerstkranke und sterbende sowie trauernde Menschen. Zum einen bietet der Verein seine Hilfe ambulant an. Ehrenamtliche Mitarbeiter betreuen in häuslicher Umgebung als Ergänzung zu den bestehenden Fachdiensten. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Mensch, das ist natürlich in erster Linie die Begleitung von sterbenden Menschen, aber auch von deren Angehörigen, die in schwierigen Situationen durch die Besuche und die Gespräche mit den Hospizbegleitern entlastet werden sollen. Die ambulante Arbeit wird von hauptamtlichen Pflegefachkräften koordiniert, die über die Zusatzausbildung PalliativeCare verfügen und für die Betreuung unheilbar Kranker qualifiziert sind. Die ehrenamtlichen Kräfte sind ebenfalls für ihre Tätigkeit ausgebildet und stehen unter fachlicher Begleitung und Supervision. Neben der häuslichen Begleitung bietet die Hospizgemeinschaft in ihrer Geschäftsstelle auch einen Offenen Trauerkreis an. Für die Patienten und Angehörigen sind die ambulanten Leistungen kostenfrei. Zum anderen verfügt die Gemeinschaft über ein Hospiz in Schmitten-Niederreifenberg. Bis zu acht Menschen mit begrenzter Lebenszeit können stationär aufgenommen werden. Auch hier arbeiten examinierte Kranken- und Pflegekräfte mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern Hand in Hand. „95 Prozent der anfallenden Kosten werden von den Pflege- und Krankenkassen übernommen, fünf Prozent hat die Hospizgemeinschaft zu tragen“, verdeutlichte Wehner die Situation. Da es sich bei der Arche Noah um einen privaten Verein handelt, ist die Hospizgemeinschaft komplett auf sich gestellt und hat keine weitere Institution im Rücken. Der Verein finanziert sich ausschließlich aus dringend benötigten Spenden und ist im hohen Maße auf die Mitarbeit von ehrenamtlich engagierten Menschen angewiesen.

Eindrucksvoll schilderten Wehner und Gründer Gerlowski den Mitgliedern des LC Frankfurt-Paulskirche ihre Arbeit. Da die Überlegung der Lions im Raum steht, die Förderung über die einmalige Spende hinaus auszuweiten, lud Wehner die Vereinigung zu einem Gruppenabend in das Hospiz ein, um die Mitglieder über die stationäre Begleitung vor Ort zu informieren.

Am Ende des Gespräches entschieden sich die Mitglieder des Clubs für den Einsatz der Spende zur Finanzierung eines neuen Fensters im Hospiz sowie für die Unterstützung des Projektes „Hospiz macht Schule“, bei dem die Hospizgemeinschaft während einer Schul-Projektwoche Schülerinnen und Schüler sach- und altersgemäß über die untrennbare Verbindung von Leben und Sterben informiert.


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Quelle: www.taunus-zeitung.de, Text: cas, Foto: Schleer