Wenn sie aufstehen und tanzen (Dennoch leben VIII)
Wenn sie aufstehen und tanzen
DENNOCH LEBEN (VIII) von Aurelia Spendel OP

    An diesem ganz besonderen Platz, dem                 Petersplatz,     zeigen Jugendliche, was sie so         »draufhaben«. Ihre Ausdrucks- fähigkeit ist der     Tanz, die virtuose Bewegung. Sie kleben nicht         am Boden einer Welt, die ihnen ihre                     überschäumende Freude austreiben möchte um     geduldiger »Brauchbarkeit« willen.

    Wenn sie aufstehen und tanzen,
    wird Hoffnung wach.

    Die Jugendlichen - ob auf dem, Petersplatz oder    anderswo - wollen, dass man sie versteht, sich

mitfreut an ihrer Virtuosität, an ihrem kraftvollen Spiel. Da mag manche und mancher den Kopf schütteln und kann oder will das nicht verstehen. Vielleicht, weil es in seiner oder ihrer Jugend anders war. Vielleicht aber auch nur, weil das an diesem speziellen Platz zu weit geht. Oder vielleicht, weil diese Art von Tanz in seinen oder ihren Augen nicht schön aussieht.

Wenn sie aufstehen und tanzen,
wird Hoffnung wach.

Aber Gott sei Dank gibt es immer wieder und überall Menschen, die in ihrem Herzen mittanzen, die sich bewegen lassen vom Neuen in der Welt, die dem Leben zustimmen, wenn es sich zeigt und wächst, tastend sucht und blüht, sich seinen Raum erobert. Denn sie wissen, dass ein Tanz wie dieser im Tiefsten ein Gebet ist, Hingabe an Gott aus einem jungen Herzen. Johannes Paul II., der verstorbene Papst, war ein solcher Mensch. Er war es während seines ganzen Daseins, auch noch als er schon gebrechlich war. Und wenn ihn sein kranker Leib in den Rollstuhl presste, dann wirbelte er im Geist doch mit ihnen herum, drehte sich und sprang und freute sich mit ihnen. Von dort, wo er jetzt ist, ruft er uns zu:

Wenn sie aufstehen und tanzen,
 wird Hoffnung wach.

Aurelia Spendel OP