Ein lebendiges Haus in dem gelacht wird
Das Hospiz lud zum Tag der offenen Tür und viele Bürger kamen, dazu Politiker, die sich beeindruckt zeigten, wie die Einrichtung im Ortsteil verwurzelt ist.


Warum besucht man als junger Mensch einen Tag der offenen Tür im Hospiz? „Das gehört zum Ort“, sagte Jonas Hippe, der mit einigen Gleichaltrigen sich im Hof der „Arche Noah“ umsah. Die Einstellung des jungen Mannes scheint repräsentativ für Niederreifenberg, Schmitten und wohl Generationen übergreifend.

„Es ist schon beeindruckend, wie die Einrichtung in das Ortsleben intergriert ist“, sagte auch Landtagsabgeordnete Elke Barth (SPD) anerkennend. Der Tag der offenen Tür hat mittlerweile den Charakter eines Sommerfestes, denn das Haus, in dem das Leben vieler Menschen endet, Trauer und Besinnlichkeit allgegenwärtig sind, ist gleichzeitig ein lebendiges Haus, in dem auch gelacht werden darf.

Dafür sorgten unter anderem die bunt angezogenen Clowns des Clown-Pflegevereins Hofheim. Außerdem zeigten sich auch zwei Mitarbeiterinnen des Hospizes, Maria Schmukat und Siegrun Lotz, von ihrer komischen Seite und spielten einen „Sketch ohne Worte“. Nachdenklicher stimmend war da schon das Schattenspiel von Schmukat. Es ging um Freundschaft und der Klassiker zu diesem Thema ist die Bürgschaft von Schiller. Das Gedicht wurde vorgetragen, mit Musik begleitet und mit Schattenfiguren dargestellt.

Außerordentlich lustig ging es auch auf dem Rasen im Hospizgarten zu, wo Hunde herumtollten. Die Agility-Gruppe aus Neu-Anspach zeigte dem Publikum, wieviel Spaß Mensch und Tier zusammen haben können. Zur musikalischen Unterhaltung am Nachmittag trug der Chor Mix-Dur der Sängervereinigung Eschbach bei und am Morgen zum Gottesdienst waren es die „Injoy Singers“. Diakon und Vorsitzender der Hospizgemeinschaft Arche Noah Herbert Gerlowski hielt den Gottesdienst, den Maria Schmukat musikalisch bereicherte.

Trotz Sommerfeststimmung kam die Information am Tag der offen Tür nicht zu kurz. So konnte das Haus nach Anmeldung besichtigt werden und es gab Infostände, zur Einrichtung selbst, sowie aus den Bereichen Bestattung, Trauer und Andacht.

Zu Letzterem passten die Holzfiguren im modernen Design von Andreas Rauner aus Bad Camberg, der für seine Arbeiten vor allem den Engel als Trost, Liebe und Schutz spendendes Motiv nutzt.

Zum Schauen und Stöbern luden auch weitere Stände ein, unter anderem mit Schmuck und Handarbeiten. Ein Stand hatte zur Kaffeezeit Hochkonjunktur und das war der Kuchenstand. Bestückt hatten ihn Mitarbeiterinnen des Hauses, sowie Kuchenbäckerinnen aus der katholische Kirchengemeinde und den Kindergärten.

Der gute Besuch des Tages vom Gottsdienst am Morgen bis zum Nachmittag bewies die Festsstellung, dass das Hospiz Arche Noah von den Niederreifenbergern hervorragend unterstützt wird. Doch nicht nur die Bürger wissen die wertvolle Arbeit der Hospizgemeinschaft zu schätzen. Auch die Politik war vertreten, nicht nur durch die Landtagsabgeordnete Elke Barth, sondern auch durch den Ersten Kreisbeigeordneten Uwe Kraft (CDU) sowie den Kreistagsvorsitzenden Jürgen Banzer (CDU).



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Quelle: Quelle: www.tz-usingen.de, Text: Frank Saltenberger