Galerie verhilft Hospiz zur neuen Kaffeemaschine


Im Hospiz sind Spenden immer willkommen. Dank einer großen Gabe gibt es dort auch weiterhin heißen Kaffee.

Ob Besucher, Bewohner, oder Mitarbeiter: Bei der Arche Noah wird gerne ein Kaffee, ein Cappuccino oder ein Espresso getrunken. Die Kaffeemaschine hat deshalb mehr zu tun als Bratröhre und Mikrowelle zusammen. 40 bis 60 Tassen Kaffee laufen täglich durch die Düse. Wäre die die alte Kaffeemaschine ein Auto, würde sie bei dem "Tachostand" kein Händler mehr in Zahlung nehmen. Trotzdem hat das betagte Gerät bis zuletzt treue Dienste geleistet. Doch nun war Schluss und Weihnachten eine willkommene Gelegenheit, dem Hospiz ein sozusagen frisches Pferd in den Stall zu stellen.

Aber wie das im Hospiz so ist, das Budget für die Küchenausstattung gibt eine solch teure Anschaffung nicht her. So wie vieles in diesem Haus kann es nur mit Spenden von außen angeschafft werden. Beispielsweise die Haustür. Sie wurde mit Hilfe von Sponsoren ersetzt. Ein wenig Eichenholz wurde dabei auch schon von der Galerie Hofmann aus Oberursel finanziert. Die Galeristen Kerstin und Gunther Hofmann waren jetzt nicht zum ersten Mal im Hospiz um die neu angeschaffte Kaffeemaschine "in Dienst zu stellen". Die ist eine Profi-Maschine und hatte ihren Preis - obwohl der Anspacher Händler Elektro Roos der Einrichtung schon ein Sonderpreis gemacht hatte. 2000 Euro waren noch zu finanzieren, und die Hälfte davon übernahmen die Hofmanns, das heißt, sie selbst aber auch Freunde, Bekannte, Kunden haben ihr Schärflein dazu beigetragen: Bei Veranstaltungen der Galerie wurde auf Eintritt verzichtet und stattdessen um Spenden für das Hospiz gebeten, so bei einer Ausstellung von Günter-Grass-Arbeiten und einer kürzlichen James-Rizzi-Vernissage.

Die Hofmanns wohnen übrigens in Schloßborn und sind Nachbarn des Vorsitzenden der Hospizgemeinschaft Herbert Gerlowski. Da lag es nahe, das Hospiz zu unterstützen.

Wer das Hospiz und seinen Trägerverein unterstützen will, findet Infos dazu im Internet unter www.hospizgemeinschaft-arche-noah.de.



Quelle: Taunus-Zeitung vom 28.12.2015