Protokoll der Mitgliederversammlung vom 27.10.2009

Protokoll zur 9. Mitgliederversammlung der Hospizgemeinschaft Arche Noah Hochtaunus zur Begleitung Sterbender und Lebensbeistand e.V. am 27. Oktober 2009 im Kath. Gemeindezentrum,
Georg Pingler Str., Königstein i. Ts.

Beginn: 19.35 Uhr                   Ende: 21.25 Uhr
Anwesend:  25 Personen    dav.  19 Mitglieder
Protokollführerin: Marianne Mitbauer

TOP 1:
Herr Herbert Gerlowski, Vorsitzender, eröffnete die Mitgliederversammlung und begrüßte die Anwesenden. Der Bürgermeister, Herr Helm nahm zeitweise als Gast an der Mitgliederversammlung teil.
In Gedenken an die verstorbenen Mitglieder wurde eine Schweigeminute eingelegt.
Der Vorsitzende stellte fest, es wurde termingerecht eingeladen.

TOP 2:
Die vorliegende Tagesordnung wurde genehmigt.

TOP 3:
Herr Gerlowski berichtete über die Aktivitäten des Vereins aus dem Berichtsjahr 2008.
In seiner Vereinsgeschichte feierte der Verein  in der Zeit vom 05.09. bis 12.09.09 das
5 jährige Bestehen des Hospiz mit einem Festprogramm „5 Jahre Hospiz Arche Noah".
Schirmherr der Festwoche war Herr Justiz- und Kultusminister Jürgen Banzer.  Während dieser Festwoche gab es neben der Eröffnungsveranstaltung ein Benefizkonzert, eine Lesung, einen Vortragsabend, einen Theater-Chanson Abend und den Tag der offenen Tür im Hospiz. Herr Gerlowski danke allen fleißigen Helfern und den Mitarbeitern für die Vorbereitung und Gestaltung der gelungenen Festwoche. Besonders dankte er dem Pressesprecher des Vereins, Herrn Wolfgang Hülsen. Ihm war es zu verdanken, das eine sehr schöne Festschrift mit Texten und Bildern erarbeitet wurde.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Beteiligung der Hospizmitarbeiter sowie der ehrenamtlichen Hospizhelfer beim  Kunst- und Weihnachtsmarkt in Niederreifenberg.

Im Berichtsjahr fanden 8 Vorstandssitzungen des geschäftsführenden Vorstandes und 4 des Gesamtvorstandes statt.
Das Finanzamt Bad Homburg erteilte dem Verein für die Jahre 2005 - 2006 - 2007 einen Freistellungsbescheid zur Körperschafts- und Gewerbesteuer. Damit ist die Gemeinnützigkeit des Vereins für weitere 3 Jahre anerkannt. Der nächste Antrag ist 2011 zu stellen


Die Schatzmeisterin, Frau Christel Zeller, berichtete für den Teil Vereinsträger

Die Spendentätigkeit hat gegenüber den vergangenen Jahren leider nachgelassen.
Gleichwohl ist es gelungen das Defizit des stationären Hospizes in Höhe von 52.694.-€ einschließlich
des Zuschusses der KK nach § 39a SGB V für die Ausbildung EAH/Lohnkosten
in Höhe von 23.389.51 € aus Spendenmitteln auszugleichen.

Mitgliederentwicklung:
Am 31.12.08 hatte der Verein  223 Mitglieder. In diesem Jahr haben 11 Mitglieder den Verein verlassen, demgegenüber konnten 31 neue Mitglieder begrüßt werden.

Frau Zeller fragt die Anwesenden, ob noch weitere Informationen gewünscht werden. Dies war nicht der Fall. Wenn ein Mitglied weitere Informationen wünscht, kann es auch die Unterlagen beim Hospiz


Frau Ott, Heim- und Pflegedienstleitung berichtete:

Belegung:
Das Hospiz verfügt über 8 Betten. Diese waren 2008 zu 75,03 % ausgelastet,  d. h. es wurden täglich im Durchschnitt 6 Hospizgäste versorgt. Die Verweildauer lag bei durchschnittlich 18 Tagen. Das Durchschnittsalter lag bei 74 Jahren.
Insgesamt konnten 2197 Belegungstage abgerechnet werden. Es wurden 124 Hospizgäste davon 71 weibliche und 53 männliche Personen betreut. 58% der Hospizgäste kamen aus dem Hochtaunuskreis, 16% aus dem Main-Taunus Kreis, 12,4% aus Frankfurt und 13,6% aus anderen Regionen (z. B. Wetteraukreis etc)

Personal
Es waren 12,83 Vollzeitkräfte (Mitarbeiter Pflege, Hauswirtschaft, Hausmeister und Verwaltung) beschäftigt, d.h. die Anzahl der Mitarbeiter lag bei 21, davon in der Pflege bei 14.
Zwei Mitarbeiterinnen haben 2008 die Palliativ Care Weiterbildung absolviert. Insgesamt haben damit 7 Mitarbeiter die Zusatzausbildung in Palliativ Care.
Im Jahr 2009 gehen weitere 3 MA in die Weiterbildung Palliativ Care. Die Ausbildungskosten von 2.100 € zuzüglich Fahrtkosten werden vom Verein getragen.

Öffentlichkeitsarbeit:
Am 25.05.2008 fand in der Niederreifenberger Kirche ein Gedenkgottesdienst für die im Hospiz verstorbene Hospizbewohner und die Verstorbenen aus der ambulanten Begleitung statt. Seit 2009 planen wir 3 Gedenkgottesdienste pro Jahr im Hospiz im Raum der Stille, der von einem Team der Mitarbeiter gestaltet wird. Diese Einladungen werden von den Angehörigen gern angenommen. Am Heilig Abend fand traditionell von Herrn Gerlowski gestaltet, ein Gottesdienst statt.
Seit Feb. 2008 ist Frau Ruth Maute aus Glashütten-Schloßborn neue Heimfürsprecherin.
Frau Kathrin Nozinsli-Silano hat dieses Amt bis Ende 2007 ausgeübt.
Hierfür nochmals ein herzliches Dankeschön.
Im Monat Mai fand im Hospiz ein Konzert der Menuhin Stiftung -„ LIVE MUSIC NOW „ statt. Diese Stiftung ermöglicht, dass begabte junge Künstler in sozialen Einrichtungen kostenfrei musizieren. Für Frau Elena Graf (Geige) war der Auftritt im Treppenhaus des Hospizes Arche Noah eine eindrucksvolle Erfahrung vor Schwerstkranken zu musizieren.
Im Monat Dezember fand ein Konzert in gleicher Form auf einer Harfe statt.
Ab Mai 2008 standen dem  stationären Hospiz neue Flyer zur Verfügung.
Im Monat September fand an zwei Tagen die Kunstausstellung in Niederreifenberg statt. Gespendete Kuchen, Kaffee und Getränke wurden durch die Mitarbeiter des Hospizes verkauft. Der Erlös ging zu Gunsten der Arche Noah.
Am 29.11.2007 fand der Weihnachtsmarkt in Niederreifenberg statt. Die Mitarbeiter verkauften Getränke und Kartoffelpuffer.

Ehrenamt:
In den Monaten April und August haben wir uns mit den ehrenamtlichen Hospizhelfern, die im stationären Hospiz z.T. tätig sind, zu einer Kaffeerunde getroffen. Dabei findet ein intensiver Erfahrungsaustausch statt.
Es besteht ein hoher Bedarf an ausgebildeten Hospizhelfern, die die Arbeit im stationären Hospiz mit unterstützen.

Investitionen:
Der Raum der Stille wurde renoviert
Zwei neue Pflegebetten und zwei neue Wechseldruckmatratzen konnten angeschafft werden


Frau Mitbauer berichtete über die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse - Teil Hospiz

Von den kalkulierten 2.336 Belegungstagen wurden  2.197 Pflegetage abgerechnet. Das bedeutet, das Bilanzvolumen von 602.688,-- € wurde nicht erreicht. Es entstand ein Verlust von 52.694 €. 
In ausgewählten Positionen stellt sich das Ergebnis wie folgt dar:

Erlöse gesamt  584.797 €

Aufwand gesamt 638.087 €

davon
Personalkosten: 494.145 €
Lebensmittel  9.295 €
Wasser Energie 17.992 €
Miete 26.139 €
Wirtschaftsbedarf 16.248 €
Verwaltungsbedarf 35.125 €
Instandhaltungen/Wartungen 12.804 €

Frau Mitbauer fragt die Anwesenden, ob noch weitere Informationen gewünscht werden. Dies war nicht der Fall.


Herr Hülsen, Pressesprecher berichtete über seine Aktivitäten wie folgt:

An 24 Onkologen und Internisten im HTK  wurde ein von ihm entworfener Rundbrief mit Flyer versandt.
Erarbeiten eines Entwurfs für den „Offener Trauerkreis" und Veranlassen des Drucks.
Überarbeitung des Flyers für das Hospiz und Veranlassen des Neudrucks.
Entwurf und Gestaltung der Festschrift mit vielen Fotos und Beiträgen, sowie die dazugehörige.
Korrespondenz mit dem Kultusministerium und der Hochschule St. Georgen in Ffm. wegen der Beiträge für die Festschrift.
Entwurf der 10 verschiedenen Anschreiben zum Versand der Festschrift.
Entwurf der Plakate für die Festwoche und dem Tag der offenen Tür im Hospiz sowie Veranlassen des Drucks.
Presseinformation zum „Offener Trauerkreis"
Neugestaltung der homepgage in Zusammenarbeit mit dem neuen webmaster Herrn G. Meißner und Weitergabe aller Änderungen mit aktuellen Fotos an diesen. Nachlese zur Festwoche mit Bildern und Artikeln für die homepage.
Entwurf einer Annonce für den  HTK Seniorenwegweiser


Frau Finger, Koordinatorin - Bereich Ambulanter Hospizdienst - berichtete:

Begleitungen
Im Berichtsjahr wurden von den EAH insgesamt 21 Begleitungen im häuslichen Bereich mit 218 Stunden durchgeführt. Die Anzahl der geleisteten Stunden war 2008 rückläufig, weil es eine Vielzahl von Kurzzeitbegleitungen gab. Zusätzlich wurden 5 Trauerbegleitungen mit 55 Std. ehrenamtlicher Arbeit erbracht. Ferner leisteten die Praktikanten 234 Std. während der Ausbildungszeit. Insgesamt wurden 507 Std. von den EAH geleistet.

Arbeit im „Offenen Trauerkreis"
Immer am Dienstag der 3. Woche in einem Monat findet der Trauerkreis im Kath. Gemeindezentrum statt, er wird regelmäßig von 3 bis 5 Betroffenen besucht. Die bisherige Kursleiterin hat zum Jahresende 2008 ihre Tätigkeit beim Verein gekündigt. Eine Mitarbeiterin aus dem Hospiz, die über die Zusatzausbildung „Trauerbegleiterin" verfügt, leitet jetzt diesen Kreis.

Ausbildung  Ehrenamtliche Hospizhelfer
Der im Herbst 2007 begonnene Kurs mit 4 Teilnehmern wurde im Herbst 2008 erfolgreich abgeschlossen. Der Frühjahrs- und Herbstkurs wurde von je  3 Personen belegt.

Kontakte
Frau Finger führt 14-tägig im St. Josef Krankenhaus in Königstein Sprechstunden durch, sie pflegt Kontakt zum Haus Raphael, zum Kaiserin-Friedlich-Haus in Kronberg und zum Sonnenhof in Oberrod.


Frau Leidenbach-Rode, Rechnungsprüferin,
berichtete vom Ergebnis  der Kassenprüfung - Verein und Hospiz - , welche sie gemeinsam mit Frau Booms am 08.10.09 im Hospiz durchführten. Die Belegprüfung ergab keine Beanstandungen. Der Bargeldbestand der Kasse der Schatzmeisterin würde geprüft und stimmte.

TOP 4
Zur Aussprache gab es keine Wortmeldungen.
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TOP 5
Frau Leidenbach-Rode stellte den Antrag auf Entlastung des Vorstandes.
Der Antrag wird mit 13 Ja-Stimmen und 6 Enthaltungen(Vorstand ) angenommen.

TOP 6
Vor der Neuwahl des Vorstandes dankte Herr Gerlowski den bisherigen Vorstandmitgliedern für ihre Arbeit und bat die neuen Wahlkandidaten um eine kurze Biographie. Auf Antrag erklärte sich die MGV einstimmig bereit, über die Kandidaten einzeln offen abzustimmen.
Folgende Kandidaten stellten sich zur Wahl:

Herr Herbert Gerlowski, Schlossborn, Vorsitzender
Herr Stephan Murfeld, Königstein. Stellv. Vorsitzender
Frau Christel Zeller, Oberursel, Schatzmeisterin
Herr Wolfgang Hülsen. Bad Soden, Schriftführer
Sie sind bereit im Geschäftsführenden Vorstand für eine Wahlperiode von 3 Jahren aktiv mitzuarbeiten.
Sie werden einstimmig  mit18 Ja-Stimmen mit jeweils einer Stimmenthaltung gewählt.
Die gewählten Vorstandsmitglieder nehmen die Wahl an.

Als Beisitzer stellten sich folgende Kandidaten  zur Wahl:

Herr Dr. Dieter Hausmann, Glashütten,
Frau Liesbeth Krämer, Königstein,
Herr Peter Rettig, Weilrod-Riedelbach,
Frau Gudrun Gerlowski, Schlossborn.
Sie werden ebenfalls in offener Abstimmung einstimmig mit 18 Ja-Stimmen bei jeweils einer Stimmenthaltung gewählt:
Die gewählten Beisitzer nehmen die Wahl an.

TOP 7
Frau Roswitha Booms und Frau Annemarie Leidenbach-Rode wurden einstimmig mit 18. Ja-Stimmen und jeweils einer Enthaltung als Rechnungsprüfer gewählt. Sie nehmen die Wahl an.

TOP 8
Frau Mitbauer erläutert die Beitragsordnung und weist besonders daraufhin, dass künftig keine Spendenbescheinigungen für Beiträge und Spenden unter 200 € ausgestellt werden. Als Nachweis gegenüber dem Finanzamt gilt bis zu diesem Betrag der Überweisungsträger bzw. der Kontoauszug.
Die Beiträge werden in der Regel zum 30. April eines Jahres per Lastschriftverfahren erhoben.
Die Beitragsordnung wird mit 18 Ja-Stimmen und 1 Stimme Enthaltung  beschlossen und tritt damit in Kraft.
Beitragsordnung s. Anlage.

TOP 9
Herr Gerlowski informiert die Anwesenden über einen möglichen Standortwechsel des Hospizes von Schmitten-Niederreifenberg nach Königstein.
Nach einer Magistratssitzung im Juni 09 in Königstein hatte die Presse  einen entsprechenden Artikel veröffentlicht. Sofern Gelder aus dem Konjunkturprogramm zur Verfügung gestellt werden, könnte das Wohnheim in der Georg-Pingler-Str. aufgestockt werden. Diese Räume sollte dann das Hospiz erhalten. Diese Information war nicht mit dem Vorstand des Vereins abgestimmt und hat alle sehr überrascht. Zwischenzeitlich ist das Thema wegen fehlender Standsicherheit des Gebäudes für eine
Aufstockung  vom Tisch.

 

Herbert Gerlowski                                               Marianne Mitbauer
Vorsitzender.                                                        Schriftführerin (bisheriger Vorstand)