Sehnsuch nach ewigem Leben
Augen-Blick (18) von Pierre Stutz




Schrecklich die Vorstellung, in einem Neonsarg begraben zu sein:
Äußerlicher Ausdruck einer beängstigenden
Lebenseinstellung, die vom natürlichen Eingebundensein in Erde, Wasser,
Luft und Feuer entfremdet. Ich sehne mich nicht nach künstlichem,
sondern ewigem Licht der Liebe.

Kürzlich habe ich in der Nähe von Paris das Grab von
Romy Schneider besucht. Es liegt in aller Einfachheit auf einem kleinen Dorffriedhof
in Boissy-sans-Avoir. Es hat mich berührt, dass auf j der Grabplatte nicht ihr Künstlername
stand, sondern ihr Geburtsname
»Rosemarie Albach«.

Danach sehne ich mich ganz tief im Leben und Sterben:
Ich selber sein zu können aus der Kraft Gottes.
Das nährt meine Hoffnung:
Im Sterben hineingeboren zu werden in die Geborgenheit Gottes.
Mutter Erde erzählt auch von diesem
Getragensein im Hier und jetzt.


Pierre Stutz