Hohe Anerkennung für Hospiz

Zum Jubiläum kamen viele Besucher zum Hospiz Arche Noah nach
Niederreifenberg. Neben fröhlichem Kinderlachen gab es auch besinnliche Töne.


Die Hospizgemeinschaft Arche Noah mit Sitz in Königstein feierte das zehnjährige Bestehen
seines Hospizes in Niederreifenberg zum einen mit einem Konzert im Haus der Begegnung in
Königstein am Freitag und zum anderen mit einen Tag der offenen Tür im Hospiz am
Sonntag.

Was dem Konzert an Besuchen gefehlt hatte, machte der Tag der offenen
Tür auf jeden Fall wieder wett. Schon zum Gottesdienst, den der
Diakon Herbert Gerlowski hielt, waren der Hof und das Zelt gut besetzt,
und über Mittag wurden es immer mehr Gäste, die mit dem Verein und den
Hausbewohnern feiern wollten. Feiern im Angesicht des Todes, geht das überhaupt?
Ja, es geht. Kinder, die ihre Eltern oder Großeltern begleiteten, haben noch keine
rechte Vorstellung vom Tod und so vergnügten sie sich mit Spielen im Garten oder beim Malen.
Am Kinderlachen kann sich jeder erfreuen, an Musik und Tanz auch, und das
Gespräch und Zusammensein mit anderen ist gut verbrachte Lebenszeit.

So brachte die Jazztanzgruppe der Turn- und Sportgemeinde Niederreifenberg Schwung
in das Programm, und die Hunde der Agility-Gruppe aus Neu-Anspach waren genauso
drollig wie die "Taunuswichtel-Kinder" vom katholischen Kindergarten bei ihrer Darbietung.
Aber die Wogen schlugen nicht nur hoch. Besinnlich waren Musik und Texte der
Musikgruppe "Musica Reifenberg" und die Lesung Gisela Stumms im Raum der Stille.

Gut, dass es so eine Einrichtung gibt, das empfanden offensichtlich viele Bürger auch und
statteten dem Hospiz einen Besuch ab. Aus Nieder- und Oberreifenberg und anderen Schmittener
Ortsteilen waren sie gekommen sowie ihr Bürgermeister Marcus Kinkel und Vertreter der
Kirchengemeinden.

Einige kamen nicht mit leeren Händen wie Markus Töpfer, heute Geschäftsführer der Rhein-Main-Deponie,
aber Bürgermeister zur Gründungszeit des Hospizes. Er hat das Projekt immer unterstützt, und
deshalb war es für ihn keine Frage, das Hospiz auch zum Jubiläum mit einem Scheck zu beschenken.

500 Euro überbrachte er zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der RMD, Uwe Kraft,
aus der Schatulle für gemeinnützige Zwecke, und Walter Liewald überreichte eine Spende
des Vereinsrings Reifenberg. Neben dem bunten Programm gab es auch Informationsstände
und alles, was bei einem Jubiläumsfest Leib und Seele zusammenhält.
Und das Haus konnte man sich natürlich auch von innen ansehen.



Quelle: Taunus Zeitung vom 25.09.2013, Foto und Text: Frank Saltenberger