Auf regelmäßige Spenden angewiesen

HOSPIZ Erlös aus der Ausstellung „Alles Paletti" geht an das Hospiz Arche Noah

NIEDERREIFENBERG (bks). Das Hospiz Arche Noah in Niederreifenberg wurde von der
Künstlergemeinschaft Arthouse Hochtaunus mit einer Spende von 511 Euro bedacht.
Dabei handelte es sich um den Erlös aus dem Kuchen- und Getränkeverkauf sowie um
Spenden während der Kunstausstellung „Alles Paletti", die am 5. und 6. Oktober im
Bürgerhaus Neu-Anspach statt fand. Die 27 ausstellenden Künstler, Mitglieder von
Arthouse sowie ortsansässige Künstler, hatten Kuchen gespendet, die Mitarbeiter des
Hospizes an einem Kuchen- und Waffelstand verkauften. Dabei hatte es auch durch
Spenden ordentlich in der Kasse geraschelt. Die in Schmitten wohnhafte erste Vorsitzende
der Arthouse Künstlergemeinschaft Renate Keller hatte sich im Vorstand für das Hospiz als
Spendenempfänger stark gemacht, da sie schon seit Jahren mit dem Reifenberger
Kunstmarkt diese Einrichtung unterstütze. Heidelore Wehner, die kaufmännische
Geschäftsführung der Hospizgemeinschaft, des Trägers der Einrichtung, freute sich sehr,
dass so eine hohe Summe zusammen gekommen war. „Wir sind auf beständige Spenden
angewiesen.", erzählt Heidelore Wehner.


Heidelore Wehner, kaufmännische Geschäftsführung der Hospizgemeinschaft
(von links) nahm die Spende von der Arthouse Künstlergemeinschaft
vertreten durch Renate Keller, Dolores Saul und Wolfgang Keller entgegen.



Das Haus sei 24 Stunden rund um die Uhr besetzt und beschäftige 18 Angestellte, wovon
15 Pflegekräfte seien. Die Pflege im Hospiz sei für die „Gäste", wie die Patienten hier
würdevoll genannt werden, allerdings vollkommen kostenlos. 90 Prozent der Kosten der
stationären Betreuung übernimmt die Kranken- und Pflegekasse der Betroffenen. Die
übrigen zehn Prozent übernimmt die Hospizgemeinschaft und finanziert dies allein aus
Spenden. „Dabei handelt es sich um 7000 bis 10000 Euro im Monat, die wir generieren
müssen, daher sind wir froh um jeden Betrag, seien es auch nur zehn Euro" betont Wehner.
Dazu käme noch die Finanzierung notwendiger Renovierungen wie neue zugdichte Fenster
im „Raum der Stille" und die Erneuerung des Eingangsbereiches, die demnächst anfallen
würden.

Das Hospiz kann bis zu acht schwerkranke Gäste beherbergen, die an einer unheilbaren
Krankheit leiden und aus medizinischer Sicht austherapiert sind. In Würde und in einem an
ein Zuhause erinnerndes Umfeld mit liebevoller Betreuung werden sie im Hospiz beim
Sterben begleitet und die Angehörigen entlastet. Diese sind übrigens zu jeder Tages- und
Nachtzeit im Haus willkommen und können dort auch übernachten. Die Gäste stammen aus
der Gegend aber zum Beispiel auch aus Butzbach, Bad Camberg oder Bad Homburg. Denn
die Einrichtung werde selten nach dem Wohnort ausgewählt, sondern nach dem persönlichen
Gefallen und Wohlfühlen. Jedoch der Wohnort der Angehörigen spiele bei der Auswahl eine
große Rolle, die so einfacher jeden Tag zu Besuch kommen könnten, so Wehner. Die
Verweildauer der Gäste sei meist nicht lang, da viele Betroffene erst spät an die Möglichkeit
eines Hospizes denken. Mittlerweile betrage die durchschnittliche Verweildauer nur sechs bis
12 Tage, erzählt Wehner. Aber es komme auch immer mal wieder vor, dass Gäste 12 Wochen
im Haus wohnten. „Eine Krankheit kann man eben nicht planen."

Informationen über das Hospiz auf www.hospizgemeinschaft-archenoah.de.
Spenden sind immer willkommen auf das Konto bei der Nassauischen Sparkasse
IBAN DE70 5105 0015 0270 0520 53, SWIFT/BIC-Code: NASS DE 55 XXX.



Quelle: Foto: Schweitzer