Es zieht! Abhilfe muss her

 
Heidelore Wehner zeigt Harald Fleischhauer (links) und Götz Esser, wo es bei der schönen alten Tür durchzieht.

Die schönste Haustür wird zum Fluch, wenn es durch ihre Ritze zieht. Das ist auch bei der alten Holztür im Hospiz Arche Noah der Fall. Trotz dieses Handicaps hat sie inzwischen symbolischen Wert, denn das schmiedeeiserne Gitter trägt eine Kreuz und die Zeichen Herz und Anker für Liebe und Hoffnung, unübersehbar für jeden der ein und ausgeht. Für eine Tür, die in den Himmel führt, möchte man sie halten, eine Bedeutung, die eine neue praktische und dichte Tür sicher nicht gewinnen kann. Deshalb war ein Ersatz auch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen, sondern vielmehr nach Alternativen gesucht worden, und die wurden schnell gefunden.

Aber wie es mit guten Lösungen so ist, sie kosten meist viel Geld. Ein vorgebauter Windfang soll abhelfen, doch dazu fehlen bislang noch die Mittel. Das Hospiz Arche Noah und die Hospizgemeinschaft als Trägerverein haben keine fetten Polster, und eine Pflegeversicherung für Türen gibt es schließlich auch nicht.

So ist man wie bei vielen anderen Anschaffung auf die Hilfe von spendablen Sponsoren angewiesen, und mit dem Anschub durch die Stiftung Volksbank Usinger Land sollte das Werk doch gelingen, hoffen die Beteiligten. „Wir freuen uns, dass wir das Projekt anschieben können“, sagte denn auch Harald Fleischhauer, Mitglied im Vorstand der Stiftung, der mit Vorstandskollege Götz Esser in die Arche kam, um die Spende zu übergeben.

Die beiden inspizierten nicht nur die Tür, und ließen sich von Geschäftsführerin Heidelore Wehner von der Notwendigkeit der Maßnahme überzeugen, sondern sie überzeugten sich durch eine Besichtigung des Hauses auch von der segensreichen Arbeit, die dort geleistet wird. Die Zuwendung zu den Gästen, die Qualifikation der Pflegekräfte und das Engagement der Ehrenamtlichen, alles stimmt, nur durch die Ritze der Haustür pfeift der Wind in die Arche.

Das soll sich bald ändern, und umso schneller, je mehr Nachahmer der Anschub durch die 1000 Euro Zuwendung durch die Volksbank Stiftung findet. 15 000 bis 20 000 Euro werden benötigt. Wehner hat sich die Realisierung für das kommende Jahr vorgenommen.

 

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Quelle: www.taunus-zeitung.de, Text und Foto: Frank Saltenberger