Rheinberger-Stiftung übergibt 25 000-Euro-Spende

(ek). „Ohne solche Spenden würden wir ganz traurig aussehen", versicherte Christel Zeller, Schatzmeisterin der Hospizgemeinschaft Arche Noah Hochtaunus, der Projektleiterin der Liselott und Klaus Rheinberger-Stiftung, Ursula Rühl. Die Rheinberger-Stiftung hatte dem Hospiz in der Brunhilden-Straße in Niederreifenberg nicht nur zum wiederholten Male in diesem Jahr eine Spende zukommen lassen, sondern mit stolzen 25 000 Euro eine Spende, die den sonstigen Rahmen sprengte.

Seit sieben Jahren unterstützt die Stiftung das Hospiz regelmäßig. In diesem Jahr waren bereits mit jeweils 7500 Euro im Juni drei Ausbildungsplätze für Palliativpflege und im September der Ausbau des Gartenhäuschens sowie die Renovierung des Aufzuges von der Rheinbergerstiftung finanziert worden. Die jetzige Spende sei ein Personalkostenzuschuss, erklärte Rühl. Wie Zeller konkretisierte, sollen damit am Jahresende die Weihnachtsgelder für das Personal ausgezahlt werden.

Zeller machte auch klar, dass durch die Einnahmen über die Belegung der Plätze gerade einmal die laufenden Kosten abgedeckt werden könnten. Für das Weihnachtsgeld hätte sie auf die Rücklagen zurückgreifen müssen, diese wolle und müsse sie aber als wichtigen Puffer stehen lassen. Da war diese großzügige Spende ein wahrer Segen. Die privaten Spenden seien extrem zurückgegangen mit Ausnahmen von Zuwendungen nach Beerdigungen oder zu runden Geburtstagen, wo an Stelle von Grabschmuck oder Geschenken um Spenden für das Hospiz gebeten werde.

Die 2003 gegründete Rheinberger-Stiftung des Industriellen Klaus Rheinberger und seiner 1999 verstorbenen Ehefrau, der ehemaligen Dressur-Reiterin Liselott Linsenhoff, sei eine von drei regelmäßigen Sponsoren, so Zeller.

Ähnlich schwer, wie Spenden zu generieren, ist es für das Hospiz offensichtlich qualifiziertes Fachpersonal zu bekommen. Aus Mangel an Mitarbeitern sei eine Vollbelegung derzeit nicht möglich, machte Heim- und Pflegedienstleiterin Birgit Flesch deutlich.

Obwohl viele Familien ihre schwer- und todkranken Angehörigen bis zum Schluss zu Hause pflegen, werde das Angebot des Hospizes immer gebraucht, erklärte Herbert Gerlowski, der Vorsitzende der Hospizgemeinschaft und sagte: „Entscheidend ist die Frage der Begleitung." 

 

Herbert Gerlowski (von links), Ursula Rühl, Christel Zeller und Birgit Flesch freuen sich über die Spende.
Foto: Kreutz



Quelle: Usinger Anzeiger vom 19.11.2011