500 Euro von den «Mocken»
Die Frauengruppe «Mocken» aus Wehrheim hat der Hospizgemeinschaft Arche Noah in
Schmitten 500 Euro gespendet. Das Geld hatten sie auf dem Weihnachtsmarkt und beim
Rathausfest erwirtschaftet und gesammelt.

Christel Zeller ist Chefin der Kasse. Ein wichtiger Job im Hospiz Arche Noah. Monatlich muss
sie rund 12 000 Euro aufbringen, um die Einrichtung am Laufen zu halten. Nur so können die
Kosten pro Bewohner und Tag auf 25,80 Euro reduziert werden. «DamChristel Zeller ist mit
Leib und Seele dabei. Ihr Mann war einer der ersten, der vor sechs Jahren in Niederreifenberg
liebevoll betreut wurde und hier starb. Seitdem hilft Christel Zeller ehrenamtlich mit. «Ich habe
hier sehr viel Kraft erhalten.»
Wenn der Verein Spenden bekommt, freut sich die 65-Jährige, als wäre es ihr eigenes Geld.
Jetzt war es wieder so weit, und die Summe entlockte der Oberurselerin ein ungläubiges «Das
ist ja ein Ding», als Elisabeth Diehl und Monika Kütt aus Wehrheim ihre Spendenbox öffneten
und ihr 500 Euro vorzählten. «So viel hatte ich von sieben Frauen nicht erwartet.» Christel Zeller
strahlt. Der Verein brauche das Geld dringend, sagt sie. Denn auch wenn die acht Plätze nicht
belegt sind, soll das Hospiz weiter bestehen können. Schließlich wollen 22 Mitarbeiter bezahlt
werden. «Damit es sich jeder leisten kann, während seiner letzten Stunden bei uns betreut zu
werden.»

«Die Anforderungen an unser Personal sind hoch», erklärt Heim- und Pflegeleiterin Cornelia
Ott. Und die individuelle Betreuung, der Anspruch, Sterbenden und Schwerstkranken die
verbleibende Lebenszeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Heimfürsprecherin Ruth
Maute freut sich ebenfalls über die Anerkennung. Elisabeth Diehl und Monika Kütt hatten sich
über die Arbeit der Arche Noah informiert und beschlossen, sie zu unterstützen. Gemeinsam
mit Margit Müller, Petra Reimann, Marianne Rickerich, Petra Rogowski und Angelika Wiewrodt
bilden sie die Frauengruppe «Mocken». Das ist die Abkürzung von «Mundorgelclub kreativ». Als
eine von ihnen 50 wurde, hatten sie die Dekoration übernommen und zum ersten Mal Lieder
aus der Mundorgel gesungen. Seitdem treffen sie sich einmal im Monat. Beim Rathausfest
Anfang Juli hatten sie Sekt, Likör und Käseteller verkauft, über das Hospiz informiert und eine
Spendenbox aufgestellt. Den Erlös von Weihnachtsmarkt und Rathausfest hatten sie auf 500
Euro aufgestockt.

Quelle: Taunus Zeitung vom 27.07.2009