Karl Arnold hatte eine Idee. Die brachte dem Hospiz eine beachtliche Spende ein, die Heidelore Wehner strahlend entgegennimmt. Auch Ursula Druschel (links) freut sich.

Kurioser Einfall erfreut das Hospiz

Unterstützung ist im Hospiz immer willkommen. Diesmal kam ein Spender auf eine besondere Idee.

Sich Geschenkgutscheine selbst abkaufen, das muss man erst einmal machen und auf solch eine Idee muss man überhaupt erst ein mal kommen. Aber wenn es für eine gute Sache ist, dann ist Karl Arnold erfinderisch.

Der Anspacher hatte 80. Geburtstag, und weil er alles hat, was man so zum Leben braucht, war es für seine Gäste schwer, ein passendes Geschenk zu finden. Aber er und seine Lebensgefährtin Ursula Druschel verreisen gerne, und da lag es nahe, Reisegutscheine zu schenken.

Die kamen beim Geburtstagskind auch gut an, aber trotzdem hätte es statt Geschenken gerne Spenden für das Hospiz Arche Noah entgegengenommen. Doch dann kam er auf die kuriose Idee, sich die Gutscheine selbst abzukaufen, den Betrag aufzurunden und dem gewünschten Zweck zuzuführen. 1000 Euro sind so zustande gekommen, und er brachte sie mit Ursula Druschel selbst vorbei.

In der Einrichtung in Niederreifenberg waren die beiden und natürlich die Spende sehr willkommen. Geschäftsführerin Heidelore Wehner erklärte, wofür das Geld verwendet wird. Ein laufender Posten ist Monat für Monat der Zuschlag, den die Hospizgemeinschaft als Träger der Einrichtung zu den von der Pflegeversicherung übernommenen Kosten pro Gast aufzubringen hat. Dabei geht es nicht ohne beständigen Spendenfluss, den Arnold mit seinem "Selbstabkauf" jetzt unterstüzte. Der Presse erzählte er seine Geschichte, weil er auf zahlreiche Nachahmer hofft. Die müssten aber nicht unbedingt auf so Ideen kommen, wie er sie hatte, meint der Spender augenzwinkernd.

Quelle: taunus-zeitung.de, Text: (fms), Foto: Frank Saltenberger