Stein auf Stein geht es voran mit dem Anbau des Hospizes. Das freut besonders Herbert Gerlowski und Frau Heidelore Wehner.

Richtfest ist ein "Deckenfest"

Am 10. November 2018 wurde das Richtfest nach fünfmonatiger Bauzeit gefeiert.

Vorstandsvorsitzender Herbert Gerlowski begrüßte rund 50 Gäste, die gekommen waren, um sich den fertiggestellten Rohbau anzuschauen, der sich an das alte Haus anfügt und ein großer Gewinn für Gäste und Personal sein wird.

Im November 2017 wurde der Bauantrag für das 1,5 Millionen Euro teure Nebengebäude eingereicht. "Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden", freute sich Architekt Marcus Hofmann. Das Gebäude verfügt über keinen Dachstuhl, da es eine schöne Dachterasse erhält. "Eigentlich müsste das Richtfest  daher Deckenfest heißen", folgerte er daraus.

Gerlowski dankte den fleißigen Handwerkern der Baufirmen und den Planern für das entspannte Arbeiten und lobte die reibungslose Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gewerken. Oft beobachtete er Walburga Bös, wie sie die anpackenden Handwerker mit Kaffe und Kuchen versorgte. Alle Mitarbeiter klagten nie, auch wenn es laut und dreckig zuging. "Mein großes Kompliment", dankte er von Herzen. Für ihn sei der heutige Tag ein guter, ein freudiger Tag. "Das Haus ist Stein auf Stein gebaut. Aus Grundüberzeugung, aus Gottvertrauen. Und es ist und bleibt offen für alle Menschen, gleich welcher Herkunft, frei von Religionszugehörigkeit", betonte Gerlowski zu dem ehrgeizigen Projekt, welches von Unternehmen, Institutionen und Privatleuten aus der Region finanziell und durch Gaben gefördert wurden.

Auch am Richtfest spürte und sah man den liebevollen Umgang mit den Hospizgästen, den Baufirmen sowie den gratulierenden Gästen. Vom Hochtaunuskreis gratulierte der Erste Kreisbeigeordnete Uwe Kraft, von der Gemeinde Schmitten der Erste Beigeordnete Hartmut Müller sowie Vertreter aus Königstein und den Kirchen, wie der evangelische Pfarrer Christoph Wildfang aus Arnoldshain oder Michael Herden von der katholischen Pfarrei St. Franziskus und Klara Usinger Land, der eine besondere Spende dabei hatte. Er präsentierte ein besonderes Geschenk das anlassgemäß Stein für Stein sichtbar werden lies: es verbargen sich dahinter 60.000 Euro, die aus einem Spendentopf für den guten Zweck entnommen wurden.

Den Richtspruch hielt Gerd Pfaff, der den Anbau mit Schnaps einweihte: "Wir danken Gott in jeder Sicht, kein einziger Gesell ist runtergefallen. Es wurde gegraben und betoniert und heute steht das Bäumchen drauf."

Und auch Frau Gisela Stumm erfreute die Gäste mit zwei ihrer Gedichte für ein Haus des stillen Friedens. Die musikalische Umrahmung der ganzen Feier nahm der Posaunenchor der evangelischen Kirche Kelkheim unter der leitung von Hans-Dieter Milkowski vor.

Quelle: Bild und Text Kurt Hoeppe Lokalredaktion Usinger Anzeiger