Diana Milke (v.l.) und Detlef Wecke vom Hospiz Arche Noah in Niederreifenberg freuen sich sehr über das Klavier von Friederike Richter-Wedell vom Pianohaus Wedell in

Pianohaus Richter-Wedell spendet Hospiz in Niederreifenberg ein Klavier

Kurz vor Weihnachten geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Das Pianohaus Richter-Wedell spendete dem Hospiz Arche Noah in Niederreifenberg ein Klavier.

Schon lange wünschte sich das Hospiz Arche Noah in Schmitten-Niederreifenberg ein Klavier. Der Aufruf in unserer Zeitung brachte den ersehnten Erfolg, denn nachdem Friederike Richter-Wedell eines Morgens den Usinger Anzeiger studierte, griff sie zum Telefon und rief spontan im Hospiz an. Richter-Wedell vom Pianohaus in Usingen spendete nicht nur das Klavier, sie sorgte zudem für einen reibungslosen Transport, Aufbau, stimmte das edle Tasteninstrument im Wert von etwa 3.000 Euro und spielte bei der Übergabe auch noch wunderschöne Stücke. "Über das wunderschöne und schnelle Weihnachtsgeschenk haben wir uns alle hier riesig gefreut", dankte die stellvertretende Pflegedienstleiterin Diana Mielke, "aber das war ja noch nicht alles, denn über den Usinger Anzeiger haben wir insgesamt sage und schreibe sieben Klaviere und einen Flügel angeboten bekommen". Diese Anzahl hätte natürlich keinen Platz im Hospiz gefunden, aber ein kleines Klavier von einem netten älteren Herrn aus Arnoldshain passte perfekt im "Raum der Stille". Das gesamte Hospizteam dankt jedoch allen Menschen, die ein Klavier angeboten hatten, denn mit so einer tollen Resonanz hätten die Mitarbeiter nie gerechnet. "Das war ja schon so super mit dem Strandkorb, den wir auch über eine UA-Leserin für die neue Terrasse geschenkt bekommen hatten", staunte Mielke.

Das imposante Klavier aus dem Usinger Pianohaus steht im neu renovierten Wohnzimmer des Hospizes und kaum, dass es aufgestellt war, spielte direkt eine Hospiz-Bewohnerin auf den Tasten wunderschöne Stücke, die durch das ganze Haus hallten.

Ausgelöst wurde der Klavierwunsch durch eine Hospiz-Reportage im Fernsehen von Dr. Eckart von Hirschhausen, die Mielke anschaute und begeistert war. "In diesem Hospiz spielte ein älterer Herr einmal die Woche, weil seine Frau dort war. Als sie starb, spielte er über viele Jahre regelmäßig weiter, um auch den anderen Bewohnern und vielleicht sich selbst ein Geschenk zu machen", erzählte Mielke. Denn es gäbe nichts Schöneres als Musik, die Emotionen öffnet. Mielke räumte zwar ein, das dann die eine oder andere Träne fließen würde, "was jedoch auch gut ist", schloss Detlef Wecke den Satz.

https://www.usinger-anzeiger.de/lokales/schmitten/pianohaus-richter-wedell-spendet-hospiz-in-niederreifenberg-ein-klavier_20922445

Quelle: Usinger Anzeiger, Foto: Götz