Vergessenes Sparbuch

Gutes tun mit fast Vergessenem. Viele Jahre ist es her, seit die Anspacher Kinder des Jahrgangs 1947/48 im Jahr 1954 eingeschult wurden. Wie bei den meisten Schulklassen üblich, gab es auch hier nach vielen Jahren wieder einmal ein Klassentreffen...

Für eine bessere Planung legte man 1992 ein Sparbuch an, von dessen Jahresbeiträgen dann Treffen und evtl. Fahrten finanziert werden sollten.
Zeiten kommen, Zeiten gehen und Manches schläft nach jahrelangem großem Interesse irgendwann wieder ein. Denn der Zahn der Zeit geht an keinem Jahrgang vorbei, die Unternehmungen werden kleiner und irgendwann ist man ein kleines Grüppchen, das für seine Treffen keine großen Finanzierungen mehr braucht. So ging es auch den Jahrgang 47/48, die Zahlungen wurden eingestellt, das Sparbuch selbst vergessen. Seitdem hat sich die verbliebene Summe – bis auf die letzten Jahre fleißig – verzinst.
Nun wurde beschlossen, das Sparbuch aufzulösen und damit Gutes zu tun. Zwei gemeinnützige Organisationen sind ausgewählt, die jeweils die Hälfte des Ersparten für ihre Arbeit erhalten sollen. Als erstes durfte im vergangenen Monat der Vorstandsvorsitzende des Hospizvereins „Arche Noah" in Niederreifenberg, Herbert Gerlowski, einen Scheck in Höhe von 400 Euro entgegennehmen. Die Hospizgemeinschaft Arche Noah Hochtaunus zur Begleitung Sterbender und Lebensbeistand e.V. ist für ihre umfangreichen Leistungen während der Begleitung schwerstkranker Menschen und ihrer Angehörigen auf Spenden angewiesen. Der Scheck war daher hochwillkommen.

Quelle: Usinger Anzeiger